19.06.2019

Unternehmerverband Mittelhessen begrüßt neues Gesetz zur Fachkräfteeinwanderung

Der Unternehmerverband Mittelhessen (UVM) befürwortet die neue Gesetzgebung zur Erwerbsmigration, die der Deutsche Bundestag im Juni beschlossen hat. „Wir freuen uns, dass das Gesetz zur Fachkräfteeinwanderung seine dringend notwendige Reform erhalten hat“, berichtet Klaus-Achim Wendel, Vorsitzender des Verbandes. Die Bundesregierung ermöglicht durch die Verabschiedung des Gesetzes eine gesteuerte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften, die keine EU-Bürger sind. Diese dürfen künftig, sofern sie über eine in Deutschland anerkannte Qualifikation verfügen, einreisen und einen Job suchen.

Die Facharbeiter aus den Drittstaaten sollen in erster Linie für die Berufe gewonnen werden, deren Nachfrage nicht ausreichend durch die inländischen Arbeitskräfte abgedeckt ist. „Durch den demografischen Wandel und die zunehmende Akademisierung der Gesellschaft bekommt die mittelhessische Wirtschaft den Mangel an geeigneten Fachkräften bereits deutlich zu spüren. In den nächsten Jahren wird sich dieses Problem sogar noch weiter verstärken. Um in der Zukunft weiter wettbewerbsfähig bleiben zu können, benötigen wir neben den inländischen Arbeitskräften zusätzlich qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland. Das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Gesetz bietet somit neue Chancen und Perspektiven für die heimischen Unternehmen“, erläutert der Vorsitzende.

Schon lange setzen sich die regionalen Unternehmen mit dem vieldiskutierten Fachkräftemangel auseinander. Die Suche nach geeignetem Personal stellt insbesondere das Handwerk sowie die Metall- und Elektro-Industrie in Mittelhessen vor eine große Herausforderung. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft fehlen landesweit tausende Arbeitskräfte im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). „Ein regulierter Zuzug sorgt für eine höhere wirtschaftliche Dynamik, die infolgedessen zu mehr Beschäftigung und Wohlstand führt. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass die Bundesregierung mit dem neuen Gesetz zur gezielten Fachkräfteeinwanderung auf die Bedürfnisse der Unternehmen in der Region reagiert hat“, so Wendel abschließend.