Kappa Antipasti

Feinkost aus Mittelhessen bringt die Sonne auf den Tisch

Betriebsleiter Eckjans bei der Abfüllung von Frischkäsecreme in Honeypeppers
Herstellung von Frischkäsecreme
Laborantin Simone Glaubich bei einer Probenvorbereitung in der Wareneingangskontrolle

Sitzen Schutzanzug und Überschuhe perfekt? Stecken alle Haare unter der Haube? Dietmar Eckjans schaut ganz genau hin und fragt: „Haben Sie aktuell auch wirklich keinen Infekt? Ok, dann bitte durch diese Anlage laufen, Hände waschen und desinfizieren und erst wenn das Licht grün leuchtet, dürfen Sie weiter.“ Wer bei KapPa Antipasti in Gießen einen Blick in die Produktion werfen will, muss einen wahren Hygiene-Marathon absolvieren. Und der beginnt mit einer ausführlichen Erklärung und vier eng beschriebenen DIN A 4-Seiten. Mit der eigenen Unterschrift muss bestätigt werden, dass man alles verstanden hat und gesund ist.

Betriebsleiter Eckjans, Diplom-Ingenieur Lebensmitteltechnologie, ist so wie seine Mitarbeiter schwer darauf bedacht, dass so wenige Keime wie möglich in die Fertigung eingeschleppt werden. Denn hier werden leckere Antipasti hergestellt, die nicht nur bei deutschen Verbrauchern immer beliebter werden - und das unter strengsten Hygienevorschriften nach dem sogenannten HACCP-Konzept und unter Berücksichtigung der International Food Standards (IFS).

Seit über 25 Jahren produziert die Kappa Antipasti GmbH frische Feinkostspezialitäten mit Mittelmeerflair. Was 1986 mit kleinen Lieferungen für die Gastronomie begann, entwickelte sich rasch zu einem der größten und führenden Anbieter von mediterranen Spezialitäten bundesweit. Inzwischen gehört das Unternehmen zur international agierenden Wernsing Food Family, die mit gut 3800 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Euro erzielte.

In Gießen produzieren die Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb eingelegte Oliven, gegrillte Auberginen, aromatische Brotaufstriche und viele Köstlichkeiten mehr. Dabei gibt es viele personalintensive Tätigkeiten, da zum Beispiel das Befüllen von  Kirschpaprika oder Peperoni mit einer Frischkäsecreme ausschließlich von Hand erfolgt.

Die Produktionsmitarbeiter sind unter dem Schutzanzug immer warm eingepackt, weil hier wegen der empfindlichen Lebensmittel annähernd Kühlschranktemperaturen herrschen. Um auch ohne Konservierungsstoffe eine Haltbarkeit der Feinkostwaren von bis zu 40 Tagen gewährleisten zu können, hat KapPa ein spezielles Coating-Verfahren entwickelt, das die Früchte sehr dünn mit hochwertigem Öl umschließt. Ein fein abgestimmter ph-Wert in den Frischkäsecremes sorgt dafür, dass Keime gar nicht erst wachsen können. Und über ein spezielles Verfahren wird  beim Verpacken der Sauerstoffgehalt unter 1 Prozent gedrückt, ehe die Schutzfolie aufgeschweißt wird. Auch dadurch haben Keime keine Chance. „Dank solcher Verfahren werden sowohl das einzigartige Aroma als auch das knackige Aussehen der Früchte erhalten“, erläutert Eckjans.

Über 40 Millionen Schalen werden hier jedes Jahr produziert, von der 100-Gramm-Portion bis zum 1,5 Kilogramm schweren Gebinde. Die meisten finden als Eigenmarken für Discounter und große Supermarktketten den Weg auf den Tisch des Verbrauchers. „Alle führenden Handelsunternehmen in Deutschland und zunehmend auch im europäischen Ausland vertrauen auf die langjährigen Erfahrungen von uns“, betont der Ingenieur.

Die Produkte kann man auch unter dem Markennamen KapPa im Großhandel kaufen. 230 verschiedene Artikel sind aktuell im Programm. Damit Antipasti-Liebhaber mit ausgeprägter Laktoseintoleranz nicht auf die Leckereien aus Gießen verzichten müssen, hat KapPa auch dazu passende Laktosefreie Leckereien entwickelt.

Gefragt nach seinem Lieblingsprodukt muss Eckjans nicht lange überlegen: „Die Bärlauchcreme und natürlich die gefüllten Honeypepper, weil ich einfach den süßlichen Geschmack der kleinen Paprikafrüchte in Kombination mit cremigem Frischkäse sehr mag.“ Und man sieht fast schon, wie ihm allein beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen läuft.